Habe gestern Far Cry 2 durchgezockt und naja, wie soll ichs sagen: Einfach scheiße.
Wie gesagt finde ich es gewagt, ein Review über ein Spiel zu schreiben, bevor man es durch hat, aber hier hat Andy wohl wirklich nichts verpasst. Nachdem man in beiden Karten nur die selben Missionen an genau den selben Orten gespielt hat, hatte ich mir wenigstens von den letzten 20% des Spiel mehr erhofft, nachdem die regulären Haupt- und Nebenmissionen durch waren. Aber Pustekuchen. Erstmal durfte man wieder ein paar identische Missionen spielen und dann bekam man ein beschissenes, liebloses Ende hinterhergeknallt. Insgesamt gesehen ist das Spiel fast so eintönig wie Assassin's Creed und das Ende fast so schlecht wie in XIII.
Das einzig gute am Spiel war, dass man dabei gut abschalten konnte. Man durfte es nicht so spielen, dass man es einfach schnell durch haben wollte, sondern am Besten so, dass man ab und zu gechillt durch die Gegend fährt und Aufträge macht. Wird aber irgendwann trotzdem nervig, erst recht, wenn man nicht so viel Zeit zur Verfügung hat.
Zum Ende:
------ACHTUNG SPOILER--------ACHTUNG SPOILER----------
Was war das den für ne abgefuckte Scheiße?
Ich muss ja sagen, dass ich den Schakal an sich recht cool fand. Immerhin hat er mich anfangs nicht erschossen und später sogar gerettet. Aber wenn man sich die Tonbänder angehört hat, war ja trotzdem klar, dass er ziemlich skrupellos ist und nur Waffen verkaufen will. Trotzdem hätte ich es gut gefunden, wenn man am Ende mit dem Schakal zusammen abgehauen wäre. Aber stattdessen fängt er auf einmal an, ein Gewissen zu kriegen und will sein Leben hergeben, um ein paar Leute zu retten, während er vorher schon tausende Tode durch seine Waffenverkäufe mitverschuldet hat? So ein Blödsinn. Schlimm genug, dass sich einer mit der Bombe in die Luft jagen muss, aber warum soll der andere sich dann selbst umbringen? Es darf keinen mehr von uns geben, damit sich nicht alles wiederholt. Tolle Begründung

. Vor allem, weil drei meiner Kameraden eh noch am Leben waren und APR & UFLL eh neue Anführer bekommen würden. Lösen sich ja nicht unbedingt auf, nur, weil die Anführer alle tot sind. Und wenn sie so durcheinander wären, dass sie sich auflösen würden, wäre es ja unsinnig gewesen, sich mit dem Berg in die Luft zu jagen, um die Truppen daran zu hindern, Zivilisten einzufangen. Außerdem sagt der Schakal ja selbst, dass die Truppen allgemein dabei sind, Zivilisten einzufangen und widerspricht sich somit.
Aber wo ich gerade bei den Kameraden war: Komisch, ich hatte noch drei, die am Leben waren und einer war auf "Bereit zur Rettung" eingestellt, kam aber nach dem Gefängnis nicht mehr. Dann hätte man sie auch auf "Vermisst" oder so stellen können. Was aus ihnen geworden ist, weiß man nämlich nicht. Und was war das für ein Unsinn mit den alten Kameraden, die auf einmal alle gegen einen sind? Sollte das zum Schluss noch mal zeigen, dass Söldner keine Freundschaft kennen und alles etwas tragischer machen? Bullshit, als wenn Leute, denen ich mehrmals das Leben gerettet habe und die auch mir öfters das Leben gerettet haben, einfach sagen würden: "Der gehört nicht zum Plan. Pusten wir ihn um."

Dann gabs zum Schluss nichtmal ne Videosequenz (wie es im ganzen Spiel keine gab). Nur diese kurze ingame-Sequenz, in der Reuben kurz ein Foto der Flüchtlinge macht und im Hintergrund der Berg explodiert. Habe mir beide Enden gegeben und wenn man die Diamanten abgibt, kommt die selbe Seuquenz, ohne, dass man sieht, wie man sich selbst umbringt oder so. Wenn man schon zwei Enden macht, hätte man auch zwei richtige Abspanne machen können. So wirkte das sehr hingepfuscht.